Was sind Schülerfirmen?

Schülerfirmen planen, produzieren und verkaufen Produkte oder bieten Dienstleistungen an. Sie haben eine Geschäftsidee und orientieren sich an ganz realen Unternehmensformen. Sie sind aber keine realen Firmen, auch wenn sie mit begrenztem Umsatz und Gewinn arbeiten dürfen.

Was vermitteln Schülerfirmen?

Schülerfirmen trainieren Teamarbeit, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein. Zusätzlich erhalten die Schülerinnen und Schüler einen guten Einblick in die spätere Arbeitswelt. Sie gewinnen Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge und üben sich darin, wirtschaftlich zu denken und zu handeln. Dabei entwickeln die Schülerinnen und Schüler eine positive Einstellung zu der Gesellschaft in der sie leben und erfahren, dass sie diese auch wirtschaftlich mitgestalten können.

Warum unterstützt das Land Schülerfirmen?

Die Schülerinnen und Schüler agieren in Schülerfirmen wie im realen Wirtschaftsleben. Sie setzen ihre eigene Geschäftsidee in die Praxis um und erhalten so erste Einblicke in die Tätigkeit eines Unternehmens. Gemeinsam im Team Ideen entwickeln und zusammen umsetzen, Erfolg und Misserfolg teilen, das macht nicht nur Spaß, sondern führt auch zu wichtigen Erfahrungen. Unsere Gesellschaft benötigt mündige, verantwortungs- und selbstbewusste Bürgerinnen und Bürger, gerade auch im wirtschaftlichen Kontext. Neben der Förderung von Unternehmensgründungen geht es dabei auch um effizientes Handeln in allen Unternehmensebenen.  Entrepreneurship wird dabei dem Intrapreneurship gleichgestellt. Denn unternehmerisch handelnde Mitarbeiter werden zukünftig die Basis für die wirtschaftliche Entwicklung im Kontext der Wissensgesellschaft darstellen.

Bis zum 31. Juli 2016 förderte das Land die Gründung von Schülerfirmen im Rahmen einer Landesinitiative. An der Umsetzung der Landesinitiative sind als Beratungsagenturen für Schülerfirmen das Bildungswerk der Wirtschaft MV e. V, das Institut für Bildung und Forschung GmbH (BilSE), die Serviceagentur – RAA M-V e. V. und das ÜAZ Waren e. V., beteiligt. Die Koordinierung der Landesinitiative erfolgte bis Ende 2015 durch die Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung mbH (GSA).